Bereitschaftspflege

Familiäre Bereitschaftspflege

Als Ergänzung zu der Clearing-, Inobhutnahme- und Kurzzeitgruppe sowie der Diagnosegruppen „KID“ und „KID-Regenbogen“ bietet die St. Elisabeth Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Bereitschaftspflegestellen für Säuglinge und Kleinkinder, für Vorschulkinder im Alter von 3-5 Jahren und Kurzzeitpflegestellen ohne Altersbegrenzung an.

Unterbringungsgründe, die auch die Dauer einer außerfamiliären Betreuung mitbestimmen können, sind:

  • Kur- und Krankenhausaufenthalt der Erziehungsberechtigten (Kurzzeitpflege)
  • psychische Erschöpfung, bzw. Erkrankung der Erziehungsberechtigten
  • Suchtproblematik der Erziehungsberechtigten
  • akute Krisensituation (Verwahrlosung, Misshandlung,  Missbrauch, Verschwinden der Erziehungsberechtigten)
  • Schaffung einer Übergangssituation für die Suche nach einer langfristigen Unterbringung

Zielsetzung unserer Arbeit ist es, Perspektiven für Kinder zu schaffen, damit sie sich gemäß ihrer Persönlichkeit entfalten können.

Dezentrale Lebensorte und Lebensweltorientierung sind konzeptioneller Bestandteil unserer Einrichtung.

Mit dem System „Familiäre Bereitschaftspflege“, bzw. „Professionelle Bereitschaftspflege“ bieten wir einen familiären Lebensort an, in dem die Kinder aufgrund einer aktuellen Krisensituation für eine begrenzte Zeit Schutz, Unterstützung, Verständnis sowie Klärung ihrer weiteren Perspektive finden können. Diese Form der Vollzeitpflege sollte „so kurz wie möglich, so lange wie nötig“ vorgehalten werden. Die Perspektiventwicklung kann nur unter Einbeziehung aller Beteiligten durchgeführt werden.

Die Entwicklung und Umsetzung einer längerfristigen Lebensperspektive kann durch eine umfassende psychosoziale Diagnostik erarbeitet werden. Zu denken sind hierbei an:

  • Rückführung in die Herkunftsfamilie
  • Vermittlung in eine geeignete Pflegefamilie
  • Überleitung in eine Sozialpädagogische Lebensgemeinschaft/Erziehungsstelle.

Zentraler Punkt unserer Arbeit ist das Wohl des Kindes. Sollte dieses in der Herkunftsfamilie gefährdet sein, versuchen wir gemeinsam mit dem zuständigen Jugendamt, für das Kind eine geeignete Lösung außerhalb der Familie zu erarbeiten.