Die Lions, St. Elisabeth und das Freilichtmuseum

Es ist schon eine kleine Tradition geworden – eine Einladung des Detmolder Lionsclubs an die kleinen Kinder in der St. Elisabeth Stiftung in Detmold. Hier wird dann gemeinsam ein wunderbarer Nachmittag verbracht…

Wir trafen uns vor dem Eingang und wanderten gemeinsam hinauf ins Paderborner Dorf. Auf dem Weg dorthin konnten wir die Ziegen streicheln, die Pferden beim Ziehen von Pflug und Egge beobachten und dem Schmied bei der Arbeit zuschauen, der einen Nagel und auf Wunsch sogar ein Herz schmiedete.

Auf der Wiese erwarteten uns die Museumspädagoginnen zu Spielen „am Dorfrand“ – und es ist immer wieder schön zu sehen, dass die Kinder Spaß haben am Sackhüpfen, Fangspielen, „Der Fuchs geht…“ oder auch „Ringlein, Ringlein,…“ um nur einige Spiele zu nennen.

Nachdem die Kinder sich auf der Wiese austoben konnten ging es ins Fotostudio, wo lustige Gruppenfotos entstanden. Der Fotograf hatte seine eigene Methode, den Kindern die Scheu vor der Kamera zu nehmen – und selbst die Erwachsenen hatten Spaß dabei.

Zum guten Schluss stärkten sich alle im „Weißen Ross“ bei leckeren Pommes, Hähnchen Nuggets, Schnitzel und Salat bevor der Heimweg angetreten wurde. Es war ein rundum gelungener Samstagnachmittag, für den wir uns beim Lionsclub von ganzem Herzen bedanken!

Fachtag am 15.09.2018: „Traumatischer Stress in der Familie“

… wenn das Zusammenleben durch Traumatisierung aus der Balance gerät

Miteinander – Füreinander ist die Kernaussage in unserem Leitbild. Die „Westfälischen Pflegefamilien“ der St. Elisabeth Stiftung versuchen die Synergien auch zwischen Trägern zu verwirklichen und haben so in 2018 ein gemeinsames Projekt mit weiteren 2 Trägern durchgeführt. Bereits im Frühjahr konnten wir mit Kindern und ihren Familien einen kreativen Tag gestalten, bei dem bunte Kunstwerke entstanden sind. Alle farbfrohen und lebendigen Werke stellen verschiedene Aussagen bezogen auf das gemeinsame Leben in einer (Pflege-)Familie dar. Das Motto „Familie bewegt“ prägt jedes Familienmitglied und in dem Miteinander entwickeln sich Kinder und Erwachsene weiter. Sie wachsen zusammen und teilen gute und schlechte Erfahrungen miteinander. Das gemeinsame Werk ist das Leben, in dem Menschen füreinander da sind!

Pflegekinder bringen vielfältige Erfahrungen in ihre Pflegefamilien mit und die Auswirkungen von den Vernachlässigung und Misshandlung werden manchmal in der Familie als Symptom sichtbar. Der Umgang mit „Posttraumatischem Stress“ erfordert Wissen, Geduld, Akzeptanz und Durchhaltevermögen.

Der Fachvortrag von Herrn Korittko versammelte  100 Pflegeeltern, Fachleute und Interessierte. Alexander Korittko präsentierte eine lebendige Darstellung  der Definition, die Auswirkungen und den Umgang mit Stress-Symptomen bei entwicklungsbeeinträchtigten Kindern. Er skizzierte in seinem Vortrag eine traumapädagogische Haltung und bereicherte seinen Vortrag durch lebendige Beispiele, die das Leben von Pflegeeltern widerspiegeln. Der Austausch zwischen den Gästen fand in einer entspannten und versorgenden Atmosphäre statt.

Was brauchen Kinder, die unter den Folgen von frühtraumatischen Erfahrungen leiden?

Herr Alexander Korittko fasste alle Handlungen unter drei Begriffen zusammen:                  Traumatisierte Menschen können nur genesen, wenn sie äußere Sicherheit, Selbstwirksamkeit und menschliche warmherzige Beziehungen erfahren.

Was leicht und logisch klingt erfordert im Alltag  eine große Bereitschaft, Wiederholung und Motivation seitens der Menschen, die sich einer solchen Aufgabe widmen. Die Aufgabe unserer Pflegeeltern verdient daher höchste Anerkennung.

Der Fachtag mit den Kooperationspartnern der Evangelischen Jugendhilfe Schweicheln, der Diakonischen Stiftung Wittekindshof und der St.Elisabeth Stiftung war absolut gelungen und hinterlässt die Gewissheit, dass es sich lohnt, gemeinsame Wege zu gehen.

In diesem Sinne: Wege entstehen dadurch, dass man sie geht! F. Kafka

Im Dienste des guten Geschmacks

Morgens um 06.30 Uhrt beginnt der Arbeitstag für Thomas Schnider und seine Kolleginnen und Kollegen von der Großküche am Dolzer Teich. Sie sind im Dienst des guten Geschmacks unterwegs und wirken maßgeblich daran mit, dass sich Bewohner in den Einrichtungen der Stiftung wohl fühlen. Der Koch schiebt die Teiglinge für die Brötchen in den Ofen und bereitet die Zutaten für das Frühstück für das Haus vor. Danach geht es an die Vorbereitung des Mittagessens. Allein 20 Kilogramm Kartoffeln werden hier am Tag verarbeitet, zirka 220 Mittagessen verlassen an sieben Tagen die Woche die Küche für die Bewohner und Tagesgäste der Einrichtungen der Altenhilfe der Stiftung (Haus am Dolzer Teich, Haus St. Elisabeth und Haus am Kurpark).

Da ist für jeden Gast etwas dabei, es gibt täglich zwei Gerichte zur Auswahl, mit Vorspeise und Nachtisch. Heute gibt es Falscher Hase im Speckmantel mit Kohlrabi und Kartoffeln oder Senfeier mit Kartoffeln und Salat… „Gutes Essen hat in der Stiftung einen großen Stellenwert und wird von den Gästen und Bewohnern sehr geschätzt“, weiß Regina Döhre…

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Quelle: Detmolder Kurier Nr. 193, 12. September 2018, Seite 9

Ein Sommerfest im Stil der 50er Jahre…

Ende August war es wieder soweit: im Haus St. Elisabeth wurde das Sommerfest gefeiert, dieses Mal im Stil der 50er Jahre. Als wäre es gestern gewesen. Bewohner mit Familie, Freunden, Bekannten sowie Mitarbeiter und Ehrenamtliche trafen sich und ließen diesen Tag zu einem Erlebnis werden.

Schon die Tage zuvor konnten viele kleine Änderungen in den Fluren beobachtet werden und die originalgetreuen Dekorationen auf den Etagen ließen die Vorfreude auf das Fest steigen. Endlich am Samstag, den 25.08.2018 war es dann soweit. Gestartet wurde mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken mit frischem Kuchen vom Bäcker von nebenan. Anschließend eröffnete Herr Bockelkamp (Einrichtungsleitung) mit einer Rede das Programm in den Räumen der Tagespflege. In hübschen Petticoats und Polkadots gab es einen ersten Tanz mit den Mitarbeiterinnen des Sozialen Dienstes. Udo und Holger von „Musik hilft leben“ sorgten für Live-Musik. Die Liederwahl war ein Potpouri der gesamten 50er Jahre und Wunschlieder der Bewohner. So langsam füllte sich die Tanzfläche, auf der mit viel Freude das Tanzbein geschwungen wurde.

Gestärkt durch Getränke und kleine Süßigkeiten startete im fließenden Übergang der dritte Teil der Feierlichkeiten. Im Raum der Geschichte, gab es einen liebevoll ausgearbeiteten Zeitstrahl, der mit Text und Bild die wichtigsten Ereignisse der Wirtschaftswunderjahre zeigte und in  Erinnerung brachte. Leser und Interessenten konnten ihr Wissen anschließend an einer Rätselwand prüfen. Über das ganze Haus verteilt waren verschiedenste Angebote: es gab Witzecken, Anekdoten und Gedichte der damaligen Zeit, sportliche Aktivitäten, Kinderspiele der 50er Jahre, es gab Erinnerungen durch Bilder berühmter Persönlichkeiten aus den verschiedensten Genres, viele kleine Accessoires, bildreich dargestellte Auszählreime, eine mobile Fotostation, bei der sich verkleidet werden konnte, Riesenseifenblasen und im Sommerkino liefen Filme von Heinz Erhardt.

Herrlicher Duft lockte alle Festteilnehmer dann zum Abend hin wieder in ihre Hausgemeinschaften zurück, in denen Buffetteller und Toast Hawaii vorbereitet waren.So ging ein wunderbares Fest bei netten Gesprächen zu Ende! Vielen Dank für den tollen Tag!

Ein neues Zuhause für die Drachenreiter

Nach langem Suchen und einer kurzen Umbauphase konnten die kleinen und großen Drachenreiter (eine unserer stationären Wohngruppen) am 25. August 2018 in ihr neues großzügiges Zuhause in Veldrom einziehen. Im Laufe des Monats August wurde die Aufregung immer spürbarer, denn für den großen Tag mussten einige Vorbereitungen getroffen werden: jedes Kind/ jeder Erwachsene musste entscheiden, was mitgenommen werden soll und was nicht, viele Kisten wurden gepackt und beschriftet. Als die Handwerker noch aktiv waren konnten sich die Kinder ihr neues Zuhause schon mal von außen ansehen und machten sich Gedanken, wer wohl später in welchem Zimmer wohnen würde… Am 24. August war es dann soweit, die letzte Nacht im Gärtnerhaus im Hiddesen stand an, am Morgen wurden die letzten Habseligkeiten eingepackt und es ging mit dem Bulli auf ins neue Zuhause…

Angekommen in Veldrom legten alle Kinder eine hektische Betriebsamkeit an den Tag, schwärmten im Haus aus, bezogen ihre Zimmer, räumten zusammen mit den Pädagogen alles Wichtige ein und erkundeten Haus und Garten.

Nach so viel Aufregung fiel das Einschlafen am ersten Abend in der neuen Umgebung schwer, doch schlussendlich siegte die Müdigkeit und mit einem seligen Lächeln lagen alle zufrieden in ihren Betten. Herzlich Willkommen im neuen Zuhause!

Mit Groß und Klein… Westfälische Pflegefamilien (WPF) unterwegs auf der Weser!

Traditionen entstehen, indem man sie lebt! Und so sind wir mit einigen unserer WPF-Pflegefamilien und den Kindern einmal mehr unterwegs auf der Weser gewesen. Bei sommerlichen Temperaturen und blauem Himmel wurden die Schlauchboote klar gemacht und in Hameln ins Waser gelassen. Mit gemeinsamen Kräften sind wir Flussabwärts gepaddelt.

Die Ruhe und die Natur boten die Gelegenheit miteinander ins  Gespräch zu kommen, die Natur zu entdecken und die gemeinsame Anstrengung als positive Kraft zu erleben. Als besondere Ereignisse können wir hervorheben: „Wir haben einen Eisvogel gesehen!“, haben viel gelacht und die eigenen Stärken erfahren, auch andere Sprachen ausprobiert und unseren Horizont etwas erweitert. Wir haben eine gemeinsame Pause gemacht, Lunch-Pakete geteilt, sind ins Spiel gekommen und haben am Ende nett zusammen gesessen.

„Alle in einem Boot“ – eine Analogie mit dem manchmal störanfälligen Leben im  Alltag der WPF-Pflegefamilien. Manches Mal paddeln wir in eine falsche Richtung oder drehen uns im Kreis…lassen uns von dem Strom treiben oder kämpfen gegen den Wind…ganz wie „das normale Leben“, nur an einem entspannten Ort. Wir sind alle unterschiedlich, aber eins haben wir alle gemeinsam: Wir wissen nicht genau, was der Strom bringt; bleiben aber optimistisch und zuversichtlich… paddeln weiter, bleiben im Boot und gehen nicht baden!

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