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Der Wandel zum Quartier am Dolzer Teich

Der Dolzer Teich ist nicht nur Namensgeber für die anliegende vollstationäre Pflegeeinrichtung Haus am Dolzer Teich. Die Einrichtung im Detmolder Süden wird in den kommenden Jahren schrittweise zum „Quartier am Dolzer Teich“ weiterentwickelt. Neben den bereits bestehenden Angeboten der ambulanten Pflege, Tagespflege und vollstationären Pflege werden am Standort künftig zwei weitere Wohnformen etabliert: selbstorganisierte Wohngemeinschaften sowie Wohnen mit Service.

Stiftungsvorstand Karsten Hentschel begrüßte in einer kleinen Feierstunde direkt am Dolzer Teich die Gemeinschaft vom Institut St. Bonifatius, eine internationale, römisch-katholische Ordensgemeinschaft von Frauen. Sie tragen keine Ordenstracht und leben nach den Regeln des heiligen Benedikt. Die Frauen haben ab sofort im ehemaligen Haus C im Haus am Dolzer Teich in einer selbstorganisierten Wohngemeinschaft ein neues Zuhause. Mit Salz und Brot begrüßte Stiftungsvorstand Karsten Hentschel die neuen Bewohnerinnen als Teil der Familie „Team Elisabeth“: „Sie sind mittendrin, sie gehören zu uns, wir gehören zu ihnen“. Dass die Damen vom Institut St. Bonifatius – teilweise auch vom Detmolder Kupferberg – einziehen, sei „der erste Schritt in eine richtige Richtung“, so Hentschel. Bei einem Gläschen von Solo Prosecco Detmold wurde in großer Runde auf die neuen Mitbewohnerinnen angestoßen. Später dann segnete Pfarrer Dr. Dr. Markus Jacobs die renovierten Räumlichkeiten. Eine weitere selbstorganisierte Wohngemeinschaft geht im Herbst in den unteren Räumlichkeiten an den Start.

„Zukunftssicher“ sei dieser Schritt, betont Stiftungsvorstand Karsten Hentschel. Das bedeutet: Die Stiftung steht auf mehreren Beinen und schafft einen Ort, an dem unterschiedliche Generationen, Lebensmodelle und Unterstützungsangebote miteinander verbunden werden und Menschen entsprechend ihrer individuellen Bedürfnisse wohnen und leben können. Alle möglichen Hilfen sind in unmittelbarer Nähe, das schafft Lebensqualität und Sicherheit. Am „Ende“ soll „Wir möchten das Leben am Dolzer Teich noch bunter, offener und lebendiger gestalten“, erklärt Vorstand Karsten Hentschel das Ziel der Entwicklung.

Um die räumlichen Voraussetzungen für das Wohnen mit Service zu schaffen, wurde die Anzahl der klassischen vollstationären Pflegeplätze ab Mitte 2026 deutlich reduziert. Ebenso sind interne Umzüge innerhalb der Einrichtung erforderlich, die von Einrichtungsleitung und Mitarbeitenden sorgfältig geplant und begleitet werden. Für die derzeitigen Bewohner:innen des vollstationären Bereiches ergeben sich dabei keine Standortwechsel: niemand muss die Einrichtung verlassen oder in eine andere Pflegeeinrichtung umziehen. Die vorgesehenen Räumlichkeiten in einem Teil von Haus B für das seniorengerechte Wohnen mit Service werden entsprechend umgebaut und modernisiert. Mit Blick auf die Zukunft sagt Hentschel: „Ich glaube, es wird eine spannende Zeit, die jetzt auf uns alle zukommen wird, indem wir hier gestalten.“ „Wir brauchen Bewegung“, sagte er zum Schluss.

Quelle: Detmolder Kurier Nr. 298, 1. August 2026, S. 9; Fotos : Hütte